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Artgerechte Ernährung

Katzen würden Whiskas kaufen… Würden sie?

Fakt ist, dass Katzen keines der gängigen Dosenfutter kaufen würden, die man so aus der TV-Werbung kennt. Und auch keines von den Discounter- oder Drogerie-Eigenmarken.

Warum nicht?

Ganz einfach, weil das alles Mist ist - minderwertiges Futter mit allem, was NICHT in eine Katze gehört, z. b. Zucker, Getreide, Geschmacksverstärkern und Lockstoffen, die bewirken, dass Katzen das gerne essen – allerdings hat das mit artgerechter und hochwertiger Ernährung nichts zu tun.

Natürlich stirbt nicht gleich jede Katze nach dem Genuss dieses Futters, es gibt ja auch Menschen, die Kettenraucher sind, zu viel Alkohol trinken und sich von Fast Food ernähren und trotzdem alt werden.
Der Unterschied ist, wir Menschen können selbst entscheiden, was wir unserem Körper zumuten, die Katzen leider nicht, die müssen das essen was wir ihnen vorsetzen.
Darum sollte jeder Katzenbesitzer sich verantwortungsbewusst verhalten und seinem Liebling gutes Futter vorsetzen.

Aber woran gutes Futter erkennen? Nachdem ja sogar bei Stiftung Warentest doch immer wieder oben bereits genannte Futtermarken erstaunlich gut abschneiden?

Das mit Stiftung Warentest ist so ne Sache. Getestet wird da nämlich das, was beauftragt wird. Z. B. ob das drin ist, was drauf steht, wie es aussieht, wie es riecht, wie das Futter angenommen wird aber nicht, ob es hochwertig ist.

Wirklich gutes Futter erkennt man, wenn man sich mal die Deklaration näher ansieht, also quasi das „Kleingedruckte“. Der Fleischanteil sollte möglichst hoch sein, am besten über 65 % liegen. Dafür sollte kein Getreide, keine pflanzlichen Nebenerzeugnisse, keine Farb- und Konservierungsstoffe und auch kein Zucker enthalten sein.

Wichtig ist, dass die Deklaration klar ist, dass alles genau aufgelistet ist. Bei den minderwertigen Marken steht z. B. Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (u. a. 4 % Kalb, 4 % Truthahn,….).
Tierische Nebenerzeugnisse sind hier nicht näher spezifiziert, d. h. es handelt sich vermutlich um Abfallprodukte, wie Krallen, Borsten, Haare etc.

Bei hochwertigen Marken sind zwar durchaus auch tierische Nebenerzeugnisse enthalten, hier sind sie aber aufgeführt und es handelt sich z. B. um Innereien, die durchaus gut für unsere Stubentiger sind. Beispiel: Mjamjam: 93,9 % Fleisch und Innereien (Hühnchenfleisch, -leber, -herzen),....

Einen weiteren Anhaltspunkt bietet die Übersicht der analytischen Bestandteile.

- Rohprotein: empfohlen sind mind. 25 % tierische Proteine in der Trockensubstanz- Rohasche: empfohlen unter 2 % in der Originalsubstanz

- Rohfett: empfohlen min. 18-35 % tierische Öle/Fette in der Trockensubstanz- Rohfaser: empfohlen unter 5 % in der Trockensubstanz

- Taurin: empfohlen 2000 – 2500 mg in der Trockensubstanz bzw. mind. 700 mg in der Originalsubstanz

Man braucht übrigens kein Futter für Kitten, Senioren oder kastrierte Katzen. Die Beutetiere, die die Katze in der freien Natur fängt sind ja auch alle gleich und nicht auf die angeblich besonderen Bedürfnisse von Kitten, Senioren oder kastrierte Katzen abgestimmt. Das ist eine Erfindung der Hersteller um möglichst viel anzubieten und somit viel Umsatz zu generieren.

Wichtig ist außerdem, dass Alleinfuttermittel draufsteht. Es gibt auch Ergänzungsfuttermittel, die sind aber nicht dazu gedacht, die Katze ausschließlich damit zu ernähren sondern eher als Leckerli.

Und am besten füttert man mehrere unterschiedliche Marken, damit man einer Über- oder Unterversorgung der Miezen mit einzelnen Nährstoffen vorbeugt.

So, und was sind nun gute Marken?

Zum Beispiel:

- Animonda vom Feinsten
- Animonda Carny
- Cat love
- Catz finefood Purrr
- Christopherus
- Feringa
- Foodprint
- Goody Cat
- Hardy
- Hofgut Breitenberg
- Hofladen
- Kitty’s Cuisine
- Liebesgut
- Leonardo
- MAC’s
- Miamor
- Mjamjam
- Premiere Meat Menu
- Real Nature Wilderness
- Sandras Schmankerl
- Select Gold
- TastyCat
- Terra Faelis
- Wildes Land
- Wild Freedom
- ….

Was eine Katze übrigens auch nur ab und an mal als Leckerli bekommen sollte, ist Trockenfutter. Trockenfutter ist nicht gut für die Nieren, da Katzen generell nicht so wahnsinnig viel trinken.
Da Trockenfutter aber das bis zu 4fache seines Eigengewichtes an Flüssigkeit aufnehmen kann, entzieht es dem Körper der Katze noch zusätzlich Flüssigkeit.
Rechnet man das mal auf die von den Herstellern empfohlene Menge von 70 g pro Tag hoch, müsste die Katze theoretisch ca. 500 - 600 ml Wasser am Tag zu sich nehmen um einer Dehydrierung und damit Nierenschäden vorzubeugen.

Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, kann mal in Google die Suchbegriffe "Katzenfutter" und/oder "Futterampel" eingeben.

Oder auch das Buch "Katzen würden Mäuse kaufen" lesen.

Unter folgenden Links wird man ebenfalls fündig:

https://www.katzen-fieber.de/ernaehrungallgemein.php
http://www.hauspuma.de/Gesundheit/Ernaehrung/nassfutter.htm